Die Kunst der kurzen Form – worauf Sie bei Teasern, Tweets & Co. achten sollten

blogbeitrag_sc_kunst-der-kurzen-formIm redaktionellen Alltag sind es häufig vor allem die knappen Texte, die beim Schreiben viel zu kurz kommen. Dabei steckt gerade in Teasertexten, Posts und Co. eine Menge Potenzial, das für den Erfolg Ihres eigentlichen Textes ausschlaggebend sein kann.

Sie gehören immer irgendwie dazu, werden aber meist als lästige Anhängsel angesehen, die bei Textern und Redakteuren wenig Begeisterung auslösen: Die Rede ist von Teasern, Zwischen-Headlines, Social-Media-Texten und Co., die häufig „mal schnell“ am Rande entstehen. Denn obwohl – oder eben gerade weil – es sich nur um ein paar Zeilen Text handelt, will niemand so recht Zeit und Aufwand in ihre Erstellung investieren. Dabei entscheiden diese vermeintlichen „Nebenprodukte“ letztlich in erheblichem Maße über den Erfolg Ihres eigentlichen Texts mit. Grund genug für uns, sie einmal ins Rampenlicht zu rücken und Ihnen zu zeigen, welches Potenzial wirklich darin steckt. Wir verraten, warum „wenig Text“ nicht „wenig Arbeit“ bedeutet – und warum es wichtig ist, auch Kurztexten die nötige Würze zu verleihen.

Am Anfang war – der Teaser
Als Teaser bezeichnet man in der Werbe- und Journalismussprache einen kurzen „Anreißer“ oder „Anlocker“. Er ist das Tor, durch das Sie Ihre Leser locken müssen, um sie zum Weiterlesen zu verführen. Gerade im Online-Marketing ist der Teaser daher unverzichtbar, stiefmütterlich behandelt wird er trotzdem viel zu oft. Das liegt vor allem daran, dass es sehr aufwendig und anstrengend sein kann, einen wirklich guten Teaser zu schreiben, der das Thema des Textes auf den Punkt bringt und neugierig macht. Vor allem dann, wenn nur noch ein kleiner Rest Schreibenergie übrig ist, nachdem der eigentlichen Text bereits erstellt, abgespeichert und in ein CMS oder Redaktionssystem eingepflegt ist. Trotzdem: Man muss den inneren Schweinehund überwinden und dem Teaser die volle Aufmerksamkeit schenken! Denn gerade weil er so kurz ist, fällt jedes Wort und jeder Satzbaustein umso mehr ins Gewicht. Wenn der Anfang holprig, zu kompliziert oder gar langweilig ist, kann der Rest des Textes noch so gut sein – niemand wird ihn lesen.

Darum sollte man sich vor dem Schreiben des Teasers am besten erst einmal klar machen, was die entscheidenden Punkte des Artikels sind. Denn nur so lassen sich diese auch den Lesern vermitteln. Ein Patentrezept für einen guten Teaser gibt es nicht, allerdings ist der richtige Ton zu treffen. Soll der Vorspann eher reißerisch sein, unterhaltsam oder ernst? Und taugt das Thema für einen Cliffhanger? Ein Tipp: Schaut man sich die einzelnen Zwischen-Headlines eines Artikels an, erkennt man vielleicht, dass sich diese zu einem ansprechenden Einleitungstext zusammensetzen lassen können. Nach dem Schreiben ist zudem zu prüfen, ob der Teaser die wichtigsten W-Fragen beantwortet – ohne zu viel zu verraten. Sie merken, der Weg zu einem guten Teaser kann knifflig sein, aber mit etwas Übung werden Sie schnell feststellen – es lohnt sich!

Zwischen-Headlines: der Text, der ins Auge springt
Nachdem es gelungen ist, mit einem passenden Teaser auf einen Text aufmerksam gemacht zu machen, geht es an die nächste Hürde, nämlich: die Leser – beziehungsweise aus Sicht einer PR-Agentur – zunächst den Redakteur eines Mediums dazu zu bringen, den Text auch wirklich bis zum Ende zu lesen. Eine entscheidende Rolle für das Erreichen dieses Ziels sind Zwischen-Headlines. Wie wichtig diese sind, kann man gar nicht oft genug betonen. Immer wieder stößt man auf nichtssagende Zwischen-Headlines, bei denen man merkt, dass sich niemand wirklich Gedanken gemacht hat.

Nicht nur Journalisten, jeder Leser wird es danken, wenn sich schon beim flüchtigen „Drüberscannen“ entschlüsseln lässt, worum es in den einzelnen Textabschnitten geht. Darum sollte man darauf achten, dass man die verschiedenen Headlines schnell erfassen und überfliegen kann. Wichtig ist, dabei auf komplexe grammatikalische Konstruktionen und schwierige Fremdwörter zu verzichten – diese schrecken nur ab. Stattdessen eignen sich diese Wörter: „Sie/Du“, „Weil“, „Mehrwert“, „Jetzt“, „Neu“, „Bewährt“, „Effektiv“, „Sicher“, „Inklusive“, „Wie“, „Sofort“, „Premium“, „Mehr“. Sie verbessern Ihre Zwischenüberschriften sofort und wecken die Aufmerksamkeit der Leser. Bei Online-Text ist darüber hinaus stets zu bedenken: Die Crawler der Suchmaschinen lesen mit! Da Google und Co. Überschriften deutlich höher werten als andere Formatierungen, sind sie ein gutes Mittel, um relevante Keywords herauszustellen. Darum sollte man alle wichtigen Schlüsselwörter möglichst weit vorne platzieren, damit sie der Leser schell erfassen kann. Das zahlt sich nicht nur für die Suchmaschinenfreundlichkeit aus, auch die Websitebesucher profitieren davon, wenn relevante Begriffe schnell zu finden sind.

Kurz und knackigTexte für Social Media
Wenn ein Text erst einmal steht, besteht der nächste Schritt darin, möglichst viele Leser dafür zu gewinnen. Es ist also Zeit, sich in die Welt der Sozialen Netzwerke zu begeben und die eigene Community mit entsprechenden Postings und Tweets auf den Text aufmerksam zu machen. Wenn Sie denken: „Die paar Zeilen sind schnell erledigt!“, täuschen Sie sich: Gerade die engen Beschränkungen – wie etwa das 140-Zeichen-Limit auf Twitter – sind es, die wertvolle Zeit rauben. Denn wie soll man die wichtigsten Informationen auf so wenige Zeilen herunter brechen?

Darum gilt: Bevor man mit dem Schreiben loslegt, sollte man sich darüber Gedanken m wachen, was man mit einem Post erreichen will. In erster Linie geht es darum, eine Beziehung zu Fans, Followern und Kontakten aufzubauen. Mit einer aktiven Sprache lassen sie sich am ehesten zu einer Reaktion motivieren. Denn nur, wenn die eigenen Beiträge kommentiert, retweetet und geteilt werden, lässt sich eine hohe Reichweite erzielen – was die Chance, neue Fans und Interessenten zu gewinnen, deutlich verbessert. Angesagt sind: kurze Sätze, wenig Fachbegriffe oder Fremd- und Füllwörter. Auch Keywords und #Hashtags – die ohne Frage ein Muss sind – sind wohldosiert einzusetzen, wenn man Fans und Kontakte nicht vergraulen will. Ganz wichtig: Bevor man auf „Enter“ drückt, sollte man Rechtschreibung, Zeichensetzung, Inhalt, Ansprache und Links checken. Und stets daran denken: Manchmal genügt schon ein einziges Wort aus, um Kopfkino zu erzeugen. Diese Tatsache lässt sich natürlich für den eigenen Zweck nutzen, bei missverständlichen Formulierungen besteht aber die Gefahr, dass man möglicherweise eine unbeabsichtigte Reaktionen provoziert.

Falls auch Ihnen Teasertexte und Co. manchmal Kopfzerbrechen bereiten, kontaktieren Sie uns – wir unterstützen Sie gerne!

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